Knochendichtemessung

Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt (Osteoporose) haben ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (V.a. Wirbelkörper, Hüftknochen, handgelenksnahe Knochen).

Betroffen sind hier vor allem Frauen in der Menopause, aber auch Männer über 65 Jahre.

Spezielle Risikofaktoren stellen zudem häufiger Alkohol- und Nikotinkonsum, Mangelernährung (Vitaminmangel) und Untergewicht dar. Auch bestimmte Erkrankungen wie die Schilddrüsenüberfunktion oder bestimmte Medikamente wie Kortison haltige Präparate begünstigen den Substanzverlust der Knochen.

Die einzige Möglichkeit, die Diagnose einer Osteoporose frühzeitig, also vor Auftreten von Frakturen zu stellen, ist die Durchführung einer Knochendichtemessung.

Es gibt verschiedene Messmethoden, bei der Befundung sollte keine absolute Dichte oder Flächendichte angegeben werden, sondern die Abweichungen vom Normalwert in Vielfachen einer Standardabweichung (der sogenannte T-Wert, englisch t-score).

Nach der aktuellen WHO-Definition liegt eine Osteoporose vor, wenn der Knochendichtemesswert mindestens 2,5 Standardabweichungen unter dem Durchschnitt einer geschlechtsgleichen 30-Jährigen Gesunden liegt, somit ein T-Wert  < -2,5 vorliegt.

Zwischen -1 und -2,5 Standardabweichungen liegt die Vorstufe einer Osteoporose, eine sogenannte Osteopenie vor.

Die gebräuchlichsten Messverfahren zur Bestimmung der Knochendichte stellen die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA/DEXA) sowie die quantitative Computertomographie (QCT) dar. Bei der DXA-Methode werden zwei Röntgenstrahlen unterschiedlicher Intensität durch das Skelett hindurchgeschickt. Aus der Menge der Strahlung, die durch den Knochen gelangt, kann des Mineralgehaltes des Knochens mittels Computer errechnet werden.

Die QCT ist eine Spezialform der Computertomographie, bei der die physikalische Dichte des Knochens sehr genau ermittelt werden kann.

Leider werden die Untersuchungskosten einer solchen Knochendichtemessung von den gesetzlichen Krankenkassen nur übernommen, wenn bereits eine Fraktur-ohne schwerwiegendes Trauma-vorliegt und somit der hochgradige Verdacht auf das Vorliegen einer Osteoporose besteht.

Privatpatienten und Selbstzahler zahlen hierfür etwa 42 Euro (nach derzeit gültiger GOÄ= Gebührenordnung für Ärzte).